500 Katholikinnen und Katholiken ziehen durch Braunschweiger Innenstadt

Zum Fronleichnamsfest zogen gestern Abend mehr als 500 Gläubige aus dem Pastoralen Raum Braunschweig, zu dem die sechs katholischen Pfarrgemeinden der Löwenstadt zählen, von der Kirche St. Aegidien bis zum Schloss. Vom zeitweiligen Regen ließen sie sich dabei nicht abschrecken. 

Über 40 Messdiener aus Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter, Fahnenträger sowie mehrere Priester, Diakone und Mitglieder der liturgischen Dienste begleiteten die feierliche  Prozession. Propst Martin Tenge ging unter einem Baldachin und trug die Monstranz. In dem vergoldeten Gefäß mit Glasfenster wird der „Leib Christi“ in Gestalt einer Hostie durch die Straßen getragen. Sie dient als sichtbares Zeichen für den Glauben an die Gegenwart Christi.

„Monstranz und Demonstration haben den selben Wortstamm. Ich zeige, indem ich bei der Prozession mit dabei bin, dass dieser Gott mir wichtig ist – nicht überheblich, sondern demütig, aber fokussiert auf das lebendige Brot in der Mitte“, beschreibt Propst Tenge das Anliegen des Fronleichnamsfestes. Mit der Prozession durch die Stadt zeigten die Katholik:Innen in Braunschweig Mut, Ihren Glauben auch anderen Menschen zu zeigen. 

Von einem eigens errichteten und festlich geschmückten Altar vor dem Schloss beteten die Gläubigen für die Menschen in Braunschweig. Die Fronleichnamsprozession gehört zu den wichtigsten Festen der Katholiken überall auf der Welt.

Das Fronleichnamsfest wird 60 Tage nach Ostern gefeiert – immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den eigentlichen Gedenktag des letzten Abendmahles, den Gründonnerstag, an. Der Name Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: vron – was den Herrn betrifft, lichnam – Leib.

Musikalisch gestaltet wurde das Fronleichnamsfest von den Blechbläsern „Münsterblech“, Dirk Speer. Die Orgel spielte Regionalkantor Lukas Lattau.

Sabine Moser, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit