Pater Binoy ist neuer Seelsorger in Braunschweig

Seit kurzem ist Pater Binoy Illikkal als Pastor für die Katholiken in der Innenstadt, der Weststadt und in Querum zuständig. 

Pater Binoy – wie er genannt wird – verstärkt nun das Priesterteam der drei Braunschweiger Pfarreien St. Aegidien, St. Cyriakus und St. Marien mit insgesamt sieben Kirchorten und ist mit zuständig für fast 19.000 Katholikinnen und Katholiken. Zum Team der Priester gehören außerdem Propst Martin Tenge, Pastor Andreas Mühlbauer und die Ruhestandsgeistlichen Reinhard Heine, Propst i.R., und Reinhard Düring. 

Der 46-Jährige stammt aus der südindischen Stadt Kerala und gehört dem Orden der Missionare des Heiligen Franz von Sales an. „Pater Sabu, mein Provinzial, hat mich gefragt, ob ich nach Deutschland gehe. Ich habe gesagt, wenn es Bedarf gibt, bin ich bereit“, erzählt der Geistliche. Pater Sabu war bis 2019 selbst zehn Jahre Pfarrer in Braunschweig, genauer in der Pfarrgemeinde Heilig Geist in Lehndorf. 

Der Orden zählt weltweit mehr als 1.500 Mitglieder. „Wir arbeiten als Priester in Europa, den USA, Südamerika und Afrika“, berichtet Pater Binoy über den internationalen Einsatz seiner Gemeinschaft. In seiner indischen Ordensprovinz leben etwa 200 Mitbrüder. 

Das Bistum Hildesheim hat schon seit vielen Jahren eine enge Beziehung zum Orden und lädt immer wieder Priester ein, hier im Bistum für einige Jahre Dienst zu tun. Ein weiterer von aktuell knapp zehn Mitbrüdern im Bistum Hildesheim ist Pater Alex George aus der Pfarrei Heilig Geist. Die beiden Geistlichen kennen sich schon lange. „Pater Alex und ich waren gleichzeitig im Süden Afrikas, er hat in Südafrika und ich in Namibia als Priester gearbeitet“, erzählt er. 

Bereits im März vergangenen Jahres kam Pater Binoy nach Hannover und hat innerhalb nur eines Jahres sehr gut Deutsch gelernt. Daneben spricht er Englisch, Afrikaans, Hindi, seine Muttersprache Malayalam und eine weitere indische Sprache aus dem Osten des Subkontinents. Dazu kommt Niederländisch, er kann es lesen und verstehen.

Pater Binoy ist 1994 direkt nach seinem Schulabschluss in den Orden eingetreten. Er studierte in seinem Heimatland Theologie und Philosophie und wurde dort 2007 zum Priester geweiht. Zusätzlich hat er einen Masterabschluss im Fachgebiet Krankenhausverwaltung. „Wir sagen, das ist unser berufliches Studium. Unser Orden betreibt in Indien zahlreiche Krankenhäuser“, erläutert er. Sein Entschluss, Priester zu werden, stand schon lange fest: „Schon als Kind dachte ich, dass ich einmal Priester werde. Rückblickend denke ich, das war nach der Erstkommunion.“

Besonders prägend war für ihn im ersten Jahr seines Priesterleben der Krankenkommunionsdienst. „Dafür sind wir einmal im Monat, zwei bis drei Tage lang von Haus zu Haus zu den Kranken gefahren. Das bleibt bis heue eine persönliche Vorliebe von mir“, betont der Seelsorger.

Momentan ist er dabei, sich in der Löwenstadt einzuarbeiten, Menschen und die neuen Kirchorte kennenzulernen, außerdem möchte er „Schritt für Schritt die Stadt Braunschweig kennenlernen“. In seiner Freizeit hört Pater Binoy gerne indische Musik und spielt Basket- und Volleyball. 

 

Sabine Moser, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit