Dekanat Braunschweig verliert knapp 1.600 Mitglieder

Zur Katholische Kirche in und um die Städte Braunschweig, Peine und Wolfenbüttel gehören mehr als 50.000 Katholik:innen

Die Zahl der Katholik:innen in der Katholischen Kirche im Dekanat Braunschweig hat sich spürbar verringert, etwas stärker als im Jahr zuvor.

Sie lag zum Ende des Jahres 2025 bei 50.464 Menschen, das sind 1.583 Mitglieder weniger als im vorangegangenen Jahr (2024: 1.445 weniger als 2023). Dies geht aus der am heutigen Montag (16. März) veröffentlichten kirchlichen Statistik hervor.

Dabei ist die Zahl der Kirchenaustritte im Dekanat Braunschweig leicht gestiegen – um etwa 3,8 Prozent von 870 im Jahr 2025 auf nun 904. Ewa 65 Prozent davon entfallen auf die sechs Pfarrgemeinden in Braunschweig, die den pastoralen Raum der Stadt bilden. Der Rest verteilt sich auf die Städte Wolfenbüttel und Peine samt umliegender Ortschaften, sie gehören auch zum Dekanat. Etwa gleich geblieben ist die Anzahl der Beerdigungen auf jetzt 472 (2025: 469). Die Eintritte und Wiederaufnahmen lagen bei 31 und haben sich in dem Zeitraum fast um ein Drittel verringert (2025: 45).

Die Zahlen der Erstkommunionen stiegen leicht, die der Taufen und Trauungen sind in etwa konstant geblieben, die Zahlen der Firmungen verringerten sich: 254 Taufen wurde 2025 gefeiert (2024: 248), 334 Kinder gingen zur Erstkommunion (2023: 323), 36 Paare ließen sich trauen (2025: 37). Stark verringert hat sich die Zahl der Firmungen von 232 auf 170.

Leicht gestiegen ist Quote der Gottesdienstteilnehmenden in der Katholischen Kirche im Dekanat Braunschweig: 6,3 Prozent der Katholik:innen haben im statistischen Durchschnitt 2025 die Heilige Messe gefeiert (2025: 6,1 Prozent). Das hat eine Erhebung an zwei verbindlichen Zählsonntagen ergeben.

Zu den statistischen Daten des vergangenen Jahres sagt Propst Martin Tenge, Dechant des Dekanates Braunschweig: „Ich habe mir durchaus ‚bessere‘ Zahlen für die Entwicklung der katholischen Kirche im Bistum Hildesheim und auch in Braunschweig erhofft. Ich komme aber nicht umhin, zu akzeptieren, dass die innere Bindungskraft der Menschen an die Kirche geschwunden ist und wahrscheinlich noch weniger wird. Die Kirche zu verlassen oder die eigenen Kinder nicht taufen zu lassen, ist aus dieser Erfahrung heraus eine logische Entwicklung. Gerne möchte ich mich zugleich auch weiterhin dafür einsetzen, die positive Sinnhaftigkeit eines in der Gemeinschaft der Kirche gelebten Glaubens spürbar werden zu lassen.“

Sabine Moser, Referentin für Presse- und Öffenlichkeitsarbeit