Was ein Zeugnis nicht sagen kann
In der kommenden Woche beginnt das neue Schuljahr. Ewelina Mehmeti, Pastorale Mitarbeiterin im Pastoralen Raum Braunschweig, macht in ihrem Beitrag deutlich, dass der Wert eines Kindes nicht von seinen Noten abhängt und man sich Liebe nicht verdienen muss:
„Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Für viele Kinder und Jugendliche liegen Zeugnisse, Klassenarbeiten und Prüfungen bereits hinter ihnen. Manche blicken stolz auf ihre Noten zurück, andere vielleicht mit Enttäuschung oder Sorge. Doch eines sollten wir nicht vergessen:
Ein Zeugnis bewertet Leistungen – aber niemals den Wert eines Menschen.
Noten zeigen, wie gut jemand zu einem bestimmten Zeitpunkt in einzelnen Fächern abgeschnitten hat. Sie sagen jedoch nichts darüber aus, wie liebevoll, kreativ, hilfsbereit oder mutig ein Kind ist. Sie verraten nichts über seine Träume, seine Persönlichkeit oder die Kraft, nach einem Rückschlag wieder aufzustehen.
Gerade wir Erwachsenen sollten unseren Kindern immer wieder vermitteln: Du bist mehr als deine Leistung. Du bist wertvoll – nicht wegen deiner Noten, sondern weil du einzigartig bist.
Die Bibel erinnert uns daran, dass Gott jeden Menschen kennt und liebt. Diese Liebe muss man sich nicht verdienen. Sie hängt weder von Erfolgen noch von Fehlern ab. Gott sieht den ganzen Menschen – mit seinen Begabungen, seinen Schwächen und seinem unverwechselbaren Wesen.
Mit dem neuen Schuljahr kommen neue Herausforderungen und irgendwann auch wieder neue Noten. Doch wichtiger als jede Bewertung ist die Gewissheit: Dein Wert hängt nicht von deiner Leistung ab. Du bist geliebt, angenommen und einzigartig, weil Gott dich geschaffen hat.
Möge diese Botschaft unsere Kinder durch das neue Schuljahr begleiten. Wer weiß, dass sein Wert nicht von Noten abhängt, kann Herausforderungen mutiger annehmen, Rückschläge besser verkraften und Erfolge dankbar genießen.
Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, ihren Familien und allen Lehrkräften einen guten Start in das neue Schuljahr."
pkbs


