Weniger Katholik:innen kehren Kirche den Rücken
Kirchliche Statistik für 2024 zeigt für Dekanat Braunschweig dennoch deutlichen Rückgang
Die Zahl der Katholik:innen in der Katholischen Kirche im Dekanat Braunschweig hat sich spürbar verringert, etwa gleich stark als im Jahr zuvor. Sie lag zum Ende des Jahres 2024 bei 52.047 Menschen, das sind 1.445 Mitglieder weniger als im vorangegangenen Jahr (2023: 1.440 weniger als 2022). Dies geht aus der am heutigen Donnerstag (27. März) veröffentlichten kirchlichen Statistik hervor.
Dabei ist die Zahl der Kirchenaustritte im Dekanat Braunschweig zurückgegangen – von 1.064 im Jahr 2023 auf nun 870. Ewa 62 Prozent davon entfallen auf Braunschweig. Der Rest verteilt sich auf die Städte Wolfenbüttel und Peine samt umliegender Ortschaften, sie gehören auch zum Dekanat. Um etwa zehn Prozent gesunken ist die Anzahl der Beerdigungen auf jetzt 469 (2023: 495). Die Eintritte und Wiederaufnahmen lagen bei 45 und haben sich fast verdreifacht (2022: 16).
Die Zahlen der Firmungen sind in etwa konstant geblieben, die Zahlen der Taufen, Erstkommunionen und Trauungen verringerten sich: 248 Taufen wurde 2024 gefeiert (2023: 316), 323 Kinder gingen zur Erstkommunion (2023: 361), 225 junge Menschen empfingen im vergangenen Jahr das Sakrament der Firmung (2023: 222). Stark verringert hat sich die Zahl der Trauungen von 56 auf 37.
Gleich geblieben ist Quote der Gottesdienstteilnehmenden in der Katholischen Kirche im Dekanat Braunschweig: 6,1 Prozent der Katholik:innen haben im statistischen Durchschnitt 2024 die Heilige Messe gefeiert (2023: 6,1 Prozent). Das hat eine Erhebung an zwei verbindlichen Zählsonntagen ergeben.
Zu den statistischen Daten des vergangenen Jahres sagt Propst Martin Tenge, Dechant des Dekanates Braunschweig: „Das Sinken der Kirchenaustrittszahlen gegenüber dem Vorjahr ist sicher eine verbesserte Tendenz. Zugleich ist jeder Kirchenaustritt für uns als Institution eine deutlich kritische individuelle wie kollektive Rückmeldung durch Menschen, die mal zu uns gehört haben und das nicht mehr wollen. Ich bedauere jeden Kirchenaustritt und frage mich, wie wir unsere Bemühungen um Verbesserungen vor Ort und als Gesamtinstitution so vermitteln können, dass wir wieder anschlussfähig für die Menschen werden, von denen viele am Evangelium und an den Werten der Kirche weiterhin Interesse haben."
pkbs











