Sternsingen gegen Kinderarbeit im Braunschweiger Rathaus

© Sabine Moser /pkbs
Besuch der Sternsinger mit Propst Martin Tenge bei Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum im Braunschweiger Rathaus.

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Besuch der Sternsinger mit Propst Martin Tenge bei Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum im Braunschweiger Rathaus.
Zu Gast bei Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum waren am Dienstagnachmittag, 6. Januar, gut 35 Sternsinger zwischen sechs und 15 Jahren aus der katholischen Pfarrei St. Aegidien, Kirchengemeinden aus der Weststadt, Lehndorf und Querum sowie der ukrainischen Seelsorgestelle der Löwenstadt.
Die als Heilige Drei Könige festlich verkleideten Mädchen und Jungen verkündeten mit Liedern die frohe Botschaft von der Geburt Jesu Christi, sammelten Spenden für Gleichaltrige in Not und segneten die Tür zum Sitzungssaal im 1. Stock des Rathauses am Platz der Deutschen Einheit.
Im Rathaus begrüßt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum die Mädchen und Jungen mit ihren Begleitern: „Es ist eine tolle Sache, dass ihr für andere Kinder Geld sammelt, denen es nicht so gut geht. In diesem Jahr für Bangladesch, damit Kinder in die Schule gehen können und nicht in Textilfabriken arbeiten müssen“. Der Oberbürgermeister lobte den Einsatz für Kinderrechte und gegen Ungerechtigkeit. Kornblum betonte außerdem, wie wichtig ihm der Segen für die Politik und die Verwaltung der Stadt Braunschweig für 2026 sei. „Ich hoffe, dass Frieden wird in der Welt, vor allem auch in der Ukraine“, ergänzte Kornblum.
Begleitet wurden die Sternsinger von Ehrenamtlichen und Propst Martin Tenge, Pfarrer der Innenstadtgemeinde St. Aegidien. „Im Namen der Braunschweiger Sternsinger aus verschiedenen Kirchengemeinden freuen wir uns, Ihnen den Segen ins Rathaus bringen zu dürfen“, sagte Propst Tenge an Oberbürgermeister Kornblum gerichtet. Er erklärte den Mädchen und Jungen, wie wertvoll es sei, dass sie zur Schule gehen können, um etwas zu lernen und Freude zu treffen. Millionen armer Kinder auf der Welt hingegen müssten arbeiten, statt zu lernen. „Euch ein riesengroßes Kompliment, dass ihr euch für diese Kinder einsetzt“, so der Propst.
Mit dabei war auch eine Gruppe Sternsingern der ukrainisch griechisch-katholischen Seelsorgestelle Braunschweigs. Ihr Dankeschön an die Stadt brachte die Gruppe mit einem traditionellen ukrainischen Weihnachtslied zum Ausdruck. Andrij (15) berichtet von der unterschiedlichen Tradition in der katholischen Ostkirche. So gebe es dort neben Königen und Sternträgern weitere Akteure wie Maria und Josef, Engel und Teufel. „Die Engel helfen uns dabei, den richtigen Weg zu finden und das Gute zu wählen“, betont der 15-Jährige.
Die farbenfroh gekleideten Kinder und Jugendlichen freuten sie sich sehr über eine Stärkung mit Kinderpunsch, Süßigkeiten und Knabbereien. Den Haussegen schrieb der 9-jährige Vincent aus der Pfarrgemeinde St. Aegidien mit Kreide über die Tür des Sitzungssaales im Rathaus.
Information zum Dreikönigssingen
Die 68. Sternsinger-Aktion steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik“. Deswegen wollen die Sternsinger in Braunschweig und überall in Deutschland ein Zeichen gegen ausbeuterische Kinderarbeit setzen. Sie sammeln wieder für viele Projekte in Bangladesch und in der ganzen Welt Geld, damit Gleichaltrigen geholfen werden kann, zur Schule zu gehen und ein glückliches Leben zu führen.
Die Kinder sammeln aber nicht nur Spenden für Gleichaltrige in Not, sondern verkünden auch mit Liedern die frohe Botschaft von der Geburt Jesu Christi und bringen mit dem Kreidezeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen.
Träger der bundesweiten Aktion ist das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). 2025 sammelten die Mädchen und Jungen bundesweit über 48 Millionen Euro Spenden.
Weitere Informationen zur bundesweiten Aktion Dreikönigssingen: www.sternsinger.org
Sabine Moser, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit



