Performance zu den „Oden Salomos“ im Dominikanerkloster

Plastik – Musik - Text

In der Reihe "Kunst im Kloster" lädt das Dominikanerkloster (Brucknerstr. 6, Braunschweig) am Samstag, 5. April, um 19 Uhr zu einer Performance zur Ode 11 der Oden Salomons „Ich trank – und wurde trunken – unsterbliches Wasser“ ein.

Der Künstler Hans Alvesen hat diese Ode mit ihrem besonderen Bilderreichtum für sich entdeckt und dazu eine mobile Plastik geschaffen. „Er hat diese Skulptur geschaffen, die sich hier nach oben reckt. Nicht aus Bronze, oder Stein, nicht beständig und auf Dauer, sondern aus Papier. Wie ein Zelt. Bergend, aber auch verletzbar, vorläufig und veränderbar. Bei der nächsten Performance wird sie anders aussehen“, erläutert Pater Hans-Albert Gunk und freut sich, dass der Künstler Alvesen an dem Abend ins Dominkanerkloster kommen wird.

Ellen Maria Kienhorst entwickelte in Auseinandersetzung mit der üppigen Bildwelt der Verse raumgreifende musikalische Improvisationen für Cello. Im Wechsel mit der Musik werden von Pater Wolfgang Stickler OP die poetischen Texte der Ode 11 vorgetragen. Einführung: Pater Hans-Albert Gunk OP.

Eintritt frei, Spenden willkommen.

 

Hintergrundinfos:

Die Oden Salomos, um 130 n. Chr. entstanden, beinhalten bedeutende poetische Texte eines unbekannten Autors. Da sie keinen Eingang in den christlichen Kanon der Bibel fanden, gerieten die beeindruckenden Lieder schnell in Vergessenheit, bis sie Anfang des 20. Jahrhunderts durch einen Zufall wieder entdeckt und einem breiten öffentlichen Interesse zugänglich wurden.

ἐγώ εἰμι – Ego eimi – Ich bin (es)
Die Ode 11 spricht es aus: Offenbarung Gottes in der Bilderfülle überquellenden Lebens.

 

pkbs